Posts mit dem Label Microsoft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Microsoft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 31. Mai 2013

Zappeln, Schütteln, Fingerzeig – Interfaces jenseits der Touchscheibe

Was nützt der Doppelklick in Gedanken: Kürzlich hat Samsung ein Konzept für eine Tablet-Gedankensteuerung vorgestellt. Damit soll es Personen möglich sein, ein Galaxy Tablet mittels EEG-Sensoren auf dem Kopf zu bedienen, Apps zu starten, Kontakte auszuwählen, Lieder aus Playlists auszusuchen. Das Denkerkappen-Konzept ist allerdings nur ein Test und nicht für den Massenmarkt gedacht, eher um Menschen mit Beeinträchtigungen das Leben zu erleichtern. Dennoch spielt es Überlegungen zu neuen Interface-Konzepten durch – hier die Steuerung via Sensorik.

Denn der Erfolg von Geräten mit Touch-Bedienung führt ja schön vor Augen, dass es weit intuitivere Steuerungen als Maus und Tastatur gibt. Daher mal wieder ein paar Zeilen zu Natural User Interfaces & Co.

Bild: Screenshot von Leap Motions Demovideo.

Vergangene Woche hat Microsoft seine neuen Konsole Xbox One präsentiert. Und damit die neue Version seiner Kinect-Sensorik, die via Kamera und Mikrofon Nutzerkommandos entgegen nimmt. Diese neue Fassung kann bis zu sechs Personen gleichzeitig monitoren. Erfassen, wer von ihnen spricht, wer zum Bildschirm sieht, wer welche Bewegungen ausführt. Entsprechend steht Kinect auch im Zentrum der Big-Brother-Ängste um die neue Xbox – denn dadurch, dass die Konsole via Sprachkommando oder Geste aktiviert werden kann, ist die Sensorik auch im Standby-Modus an. Mir geht es aber nicht um Orwell, mir geht es darum, wie weit dieser Interface-Weg damit schon gekommen ist. Die technischen Möglichkeiten von Kinect sind beeindruckend. Umso mehr, weil schon bei der Vorgänger-Version die spannendsten Anwendungen nicht von Microsoft selbst kamen, sondern Kinect-Hacks waren. 

Sonntag, 3. März 2013

Querverweis - Verunglückte Virals: Microsoft und die ASSI-Partei

Welch Rückfall in alte Gewohnheiten. Da dachte man, mit den Kampagnen zum Internet Explorer 9 und vor allem dem gelungen witzigen BrowserYouLovedtoHate hätte Microsoft mal die Werbekurve gekriegt. Und dann lassen sie die ASSI-Partei aufs Netz los. Da ich mich hier so positiv über Microsofts Saugfähigkeit und den gelungenen Kampagnenansatz rund um BrowserYouLovedToHate ausgelassen hatte, jetzt ein Querverweis zum Seufzer auf W&V Online, den diese verunglückten Virals nach dem Motto "und genauso unerträglich asozial ist dieses Raubkopiererpack auch" bei mir ausgelöst haben.

"Vier YouTube-Clips und ein Tumblr-Blog gehören zur Aktion um die fiktive Partei und ihren Vorsitzenden Dr. A Berkannt. Der zeigt sich in den Clips mit dem Claim 'Deswegen jetzt die Asozialen wählen. Gegen Vorbildfunktion. Gegen Behindertenparkplätze. Gegen Trinkgeld. Und für Plagiate.'"



Hier geht's weiter zu meinem Mißmut über Virals, die eher wie kreative Grippe wirken.

Donnerstag, 10. Januar 2013

IllumiRoom: Microsoft macht die Wohnzimmer-Wand zur Spielkulisse

Pff. Wer braucht schon große Fernseher? Microsoft Research jedenfalls nicht, wie sie mit IllumiRoom zeigen. Auf der CES geht es ja aktuell gerade gern mal um groß, größer, am größten: Samsung und Co zeigen Fernseher mit Bilddiagonalen von 60 Zoll, 80 Zoll, 110 Zoll. Mag spektakulär aussehen, reißt aber große Löcher in Budget und Wohnzimmerwand.

Ausgerechnet Microsoft führt da vor, dass es auf Bildschirmgröße nicht ankommt und macht eben diese komplette Wohnzimmerwand zur Spielkulisse. Das "proof-of-concept"-Video zu Microsoft Researchs Projekt IllumiRoom zeigt etwas, das Gamern die Kinnlade runterklappen lässt. Das Spieluniversum dehnt sich vom Bildschirm über die komplette Wohnzimmerwand aus.


Screenshot von Microsoft Researchs Video.

Kein Riesendisplay, nicht das Wohnzimmer umgestalten müssen, keine polarisierte Brille. Microsofts Forschungsteam hat schlicht einen Beamer und eine "Kinect for Windows"-Kamera zusammengeschraubt. Nach einem Scan des Raums wird dann während des Spiels die Spielumgebung auf die Wohnzimmerwand samt Einrichtung projiziert. Laut Microsoft Research in Echtzeit und ohne aufwendige Vorberechnungen.

Freitag, 30. November 2012

Microsofts Saugfähigkeit und der gelungene Kampagnenansatz rund um BrowserYouLovedToHate

Zu sagen, dass Microsofts Browser Internet Explorer ein Imageproblem hat, wäre untertrieben. Redmond hat schon eine Weile das Problem, dass die alte Übermacht im Browser-Markt von Firefox, Chrome & Co. untergraben wurde und da draußen User sind, die sich eher die Maushand abhacken als einen Internet Explorer installieren würden. 

Wie bei vielen Microsoft-Produkten gilt: Sie sind verbreitet, aber nicht beliebt. Und bei Browsern gab es gute, nein, sogar schlicht bessere Alternativen.

Was Microsoft jetzt aber mit der Kampagne rund um BrowserYouLovedToHate macht, ist wirklich ziemlich gut. Im neusten Spot geht es um einen klassischen Troll, der aus seinem Wohnkeller gegen den Internet Explorer 10 stänkert. Und unermüdlich im Namen der Menschheit (eher seiner eigenen Verbohrtheit, aber das mag aus seiner Perspektive anders aussehen) Negativ-Kommentare quer durch's Netz spammt. Bis, ja bis...




Das ist clever und witzig. Microsoft nimmt die Trolle auf die Schippe, stellt sich aber gleichzeitig auch der Erkenntnis, dass der IE bei vielen ungefähr so beliebt ist wie Steuerprüfer. Und dass es ein hartes Stück Arbeit darstellt, sich aus diesem Image-Loch rauszugraben.

Dienstag, 12. Juni 2012

Mehr Bildschirme, mehr! - Was Microsofts Xbox-App SmartGlass für Multiscreen-Strategien heißt


Fragt man TV-Konzerne nach Trends und ihren Plänen für die Zukunft, fallen einhellig die Begriffe Multiscreen-Strategie (je nach Ehrgeiz und mathematischer Begabung auch Second- oder Third-Screen-Strategie), Social TV, interaktive Gestaltung oder IPTV.

Das hat nichts mit Ideenlosigkeit zu tun, es erkennt vielmehr Realitäten: Der Anteil von Nutzern, die nicht nur Smartphone oder Tablet besitzen, sondern auch während des Fernsehschauens in der Hand oder in Reichweite haben, ist signifikant und wächst. Laut Bitkom surfen aktuell bereits 77 Prozent der Internetnutzer während des Fernsehens. Wer sich zur Ausstrahlung von Formaten wie Tatort oder Germany’s Next Topmodel mal bei Twitter & Co nach den entsprechenden Hashtags umschaut, sieht, dass hier parallel eifrig im Netz gequatscht und diskutiert wird. Social TV im Sinne von Netzbegleitung von TV-Formaten durch die Zuschauer ist also Alltag und nicht wirklich auf eine Zielgruppe beschränkt – es sei denn, jemand kann mir schlüssig belegen, dass Tatortfans auch Topmodel schauen. Hier kaltblütiges verbales Sezieren von Opfern, dort gemütliche Krimiunterhaltung, das passt nicht zusammen.

Quelle: Microsoft

Nachdem das Verhalten als solches belegt ist, stellt sich die Frage: Wie das als Sender bedienen, was etabliert sich als Kanal, als Plattform? Soll man mit eigenen Apps und Sites für einzelne Formate oder für Sender versuchen, sich zu positionieren? Auf Social-TV-Plattformen wie Couchfunk setzen? Oder sich auf Twitter und Facebook verlassen? Letzte Woche hat Microsoft (ja, Microsoft) seine Variante zu diesem Thema ins Spiel gebracht: Die App SmartGlass.

Montag, 4. Juni 2012

Kinect, Leap & Co.: Fingerzeige für die Post-Touch-Steuerung


Vom Jump & Run zur Vaskulären Chirurgie: Die Karriere, die in den letzten Jahren Konzepte für Gesten- Bewegungssteuerung hingelegt haben, ist schon faszinierend. Populär gemacht hat sie schließlich der Einsatz in Nintendos Wii, Sony und Microsoft zogen mit Move beziehungsweise Kinect nach. Und inzwischen haben sich für Microsofts Kinect zahlreiche Nebenschauplätze geöffnet, die diese Art der Steuerung weiter denken. 

Den Rechner mit Fingerzeig dirigieren - Quelle: Leap Motion Demo Video.


Am King’s College London etwa testen momentan Gefäßchirurgen ein auf Kinect for Windows basierendes Programm zur Steuerung von Bildsystemen, die die Patientenanatomie darstellen. Momentan ist da das Operationsgebiet aus verschiedenen zweidimensionalen Perspektiven betrachtbar. Über das Programm kann der Chirurg direkt über Gesten oder Stimmbefehle die Bilddarstellungen so wechseln und verändern, wie er es gerade braucht. Ohne wie sonst üblich entweder einen Assistenten zu benötigen, dem er die gewünschte Bildveränderung erklären muss oder gar selbst via Hand die Veränderungen vorzunehmen, was für sterile Operationen eher ungünstig ist. So erfasst der Kinect-Sensor die Handbewegungen vor dem Bildschirm und übersetzt die in Steuerungsbefehle – berührungsfrei.

Nächster geplanter Schritt in diesem Projekt ist im Übrigen die Darstellung von dreidimensionalen Hirnmodellen, um Neurochirurgen bei der Arbeit zu helfen. Von purer Spielerei ist dieser praktische Einsatz zur Steuerung von Bildsystemen also einigermaßen weit entfernt.

Donnerstag, 15. März 2012

Surface 2 - Microsoft Research und das Universum der Möglichkeiten

Wenden wir uns, begleitend zum unvermeidlichen Ansturm auf Apples neues iPad, einem anderen Touch-Device zu, das ebenfalls spannend, aber beim besten Willen nicht tragbar ist: Microsofts Displaytisch Surface 2.

David Brown von Microsoft Research demonstriert im folgenden die Anwendung NUIverse für Surface 2 - NUI für Natural User Interface, über das die Universums-App bedient wird. Ein Trip durchs virtuell nachgebaute Sonnensystem, inklusive Planetenrotation, hunderttausend Sternen und zahlreicher Möglichkeiten, Kamera, Zeitachse und Blickwinkel zu bewegen. Gerendert wird das komplett in Echtzeit.


Sonntag, 29. Januar 2012

Nokias Zahlen: Lumia & Co. haben die Flammen auf der Ölplattform noch nicht gelöscht

Nokias Zahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2011 haben eines deutlich gezeigt: Die Feuer auf der "brennenden Ölplattform", die CEO Stephen Elop vergangenen Februar als Analogie für den Zustand des finnischen Telekommunikationskonzern wählte, sind noch lange nicht gelöscht.

Stattdessen gibt der Stützpfeiler namens Symbian noch rasanter nach, als Nokia dachte – mit über einer Milliarde Euro Verlust im Geschäftsjahr 2011 sacken die Finnen ordentlich ab. 2010 stand da noch ein Gewinn von 1,8 Milliarden. Verbunden mit saftigen 21 Prozent Umsatzeinbruch wird keiner widersprechen, wenn man sagt: Elop hat das Ruder keinesfalls zu früh rumgerissen, als er die Kooperation mit Microsoft einging.

Montag, 16. Januar 2012

Hello, PC - Mit rudernden Armen Richtung Natural User Interfaces

Vor einigen Monaten haben viele noch gelacht, als der sprachgesteuerte Assistent Siri für Apples iPhone vorgestellt wurde. Was, ich soll mit meinem Handy reden? Jetzt, rund um die CES-Messe in Vegas, reden auf einmal ganz viele von Sprachsteuerung – und auch Gestensteuerung. Hersteller wie Samsung zeigen Fernseher, die sich via Sprachbefehl bedienen lassen. Microsoft bringt die Sprach- und Gestensteuerung Kinect von seiner Konsole Xbox auf PCs – für TV-Funktionen kommt sie via Xbox live auch voran.

We’re dragged screaming and kicking in the age of the Natural User Interface, sozusagen. Nur kann das Mit-Händen-und-Füßen-wehren auch aus einem simplen Schulterzucken bestehen. Marke 'Was soll ich damit?'

Was es also soll: Zunächst entfernen Natural User Interfaces Barrieren, reduzieren Komplexität (wenn sie so funktionieren, wie sie sollen, versteht sich.) Es ist ein simplerer, direkterer Weg der Interaktion. Es geht nicht darum, sich wie in Star Trek zu fühlen, sondern darum, Dinge einfacher zu gestalten.

Montag, 9. Januar 2012

Augmented-Reality-Kontaktlinsen, Berührbare Hologramme und mehr: Microsoft arbeitet an der Zukunft

Das muss man Microsoft lassen: Sie entwerfen nicht nur hübsch anzusehende Visionen, wie unser Alltag in Zukunft aussehen könnte, sie arbeiten auch hart daran, dass wir uns dorthin bewegen.

Microsoft Research schraubt an einer ganzen Reihe spannender Projekte, um die altbackene Realität zu erweitern: So arbeiten sie gemeinsam mit der University of Washington eifrig an den hier schon mal angerissenen Augmented-Reality-Kontaktlinsen. Während da immer noch die Pixelzahl und die Frage der Fokussierung auf der Netzhaut gelöst werden müssen, schaut es für die funktionale Kontaktlinse offenbar schon ganz gut aus: Eine Linse, die per Glukose-Sensor bei Diabetikern den Spiegel misst und die Info drahtlos überträgt. Die Anwendungsszenarien dahinter - auch für andere medizinische Bereiche - sind durchaus spannend.


Dienstag, 29. November 2011

Nokia Lumia 800: Wenn aus prognostizierten 2 Millionen verkauften Stück 400.000 werden

Neuestes Spiel der Analysten im Mobilfunkbereich scheint das Runterstufen von Prognosen zu sein. Vielleicht wollen sie ihren Kollegen in den Rating-Agenturen den Spaß ja nicht allein lassen.

Jedenfalls wurden - wie sich etwa beim Guardian nachlesen lässt - inzwischen aus den mal von Unternehmen wie Pacific Crest fürs Weihnachtsgeschäft prognostizierten 2 Millionen verkauften Exemplaren von Nokias neuem Smartphone Lumia 800 weniger als 400.000.

Aua.

Das ist vermutlich für Analysten weitaus peinlicher als für Nokia und Microsoft (das Lumia ist das erste Nokia-Phone mit Windows Phone 7). Dennoch sind diese Zahlen - so sie zutreffend sind - vom großen Wurf und dem Befreiungsschlag weit entfernt. Was mich jetzt nicht überrascht, meine Meinung zu dem Thema habe ich hier schon im Post Microsoft, Nokia und das hoffnungslose Erfolgsprodukt Windows Phone 7 zum Besten gegeben. Das Lumia 800 kann und wird den Smartphone-Markt nicht aufrollen.

Natürlich muss der Verkauf des Lumia erst noch anlaufen und die Kinderkrankheiten beseitigt werden. Und Marktanteile entstehen nicht über Nacht. Im Weihnachtsgeschäft hier aber entsprechend wenig punkten zu können, muss so und anders wehtun. Immerhin 16 Prozent der Deutschen haben laut Bitkom fürs Fest Smartphones oder Handys auf der Geschenkeliste. Von denen wird keiner sein neues Gerät angewidert in sechs Monaten wegschmeißen und freudejauchzend ein Lumia erstehen.

Und mit Blick auf die Marktanteilsentwicklung von Nokia ist es geradezu putzig, trotzig zu verkünden, dass sich das Lumia in Großbritannien in der ersten Woche besser verkauft habe als alle anderen Nokia-Smartphones in der jüngeren Vergangenheit.

Das kann ja schließlich nicht weiter schwer sein.

Montag, 31. Oktober 2011

Microsofts Blick in die Zukunft: Büro-Getatsche in 3D

Das Microsoft-Office-Team denkt mal wieder eine Ecke weiter: So sieht für sie die Zukunft der Produktivität aus.

Schön gemacht und durchaus das Anschauen wert - auch wenn der Fokus bei Productivity Future Vision arg auf Touchscreen und 3D als Augmented Reality bleibt.
Ich denke schon, dass uns auch noch ein paar andere Dinge einfallen werden, auch weil das gezeigte jetzt nicht immer den Gipfel des Praktikablen darstellt.

Darum geht's in solchen Videos aber auch nicht, sondern um das Herumspielen mit und Freisetzen von Ideen.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Microsoft, Nokia und das hoffnungslose Erfolgsprodukt Windows Phone 7

Da sind sie also, die neuen Nokia-Modelle. Die Mobiltelefon-Baureihen, mit denen der frühere Marktbeherrscher, der in grauer Vorzeit auch mal Gummistiefel hergestellt hat, wieder ins Trockene finden will.

Viel war die Rede davon, dass Nokia (dessen Handys sich nicht mehr gut verkaufen) und Microsoft (dessen Betriebssystem Windows Phone sich nicht gut verkauft) jetzt zusammen den Markt richtig angreifen werden. Zugegebenermaßen führten diese Reden im Wesentlichen die Unternehmen selbst.

Was in diesem Zusammenhang interessant zu sehen ist: Als Hoffnung benennt Nokia nicht die ersten Windows-Phone-Geräte mit Partner Microsoft. Denn die heißen Lumia. Die billigere Baureihe für den asiatischen Markt, die tatsächlich noch auf Symbian setzt, heißt dagegen Asha, was Hoffnung bedeutet.
Das bitte auf der Zunge zergehen lassen.

Natürlich eine gemeine Beobachtung, die aber zu den verhaltenen Reaktionen auf die Lumia-Geräte und Windows Phone 7 selbst erst einmal passt.

Windows Phone 7 fliegt halt nicht, und das hat viel mit Microsofts Vorgehen zu tun.
Folgendes grandioses Zitat hat Achim Berg, globaler Marketing-Chef für Windows Phone, der WiWo geliefert: "Wir haben entschieden, dass wir im Handymarkt erfolgreich sein werden, früher oder später. Wir brauchen keinen Plan B."

Ah ja. Die Amateure da draußen mühen sich ab mit Innovationen, tüfteln genaue Strategien aus, analysieren den Markt und seine Bewegungen.
Microsoft dagegen entscheidet einfach, dass sie Erfolg haben werden.

Das erklärt so einiges.

Nicht falsch verstehen: Windows Phone ist eigentlich keine schlechte Plattform, und die Lumias sind vielleicht auch ganz brauchbar - mit den Geräten selbst muss ich mich noch auseinander setzen.

Aber Microsoft lässt den Biss vermissen, der nötig wäre, und den Apple sowie Teile des Android-Lagers zeigen.

Das zeigt sich auch daran, wie man die Geräte an den Kunden bringen will. Auch wenn Nokia hier richtig viel Geld in die Hand zu nehmen verspricht.
So sieht einer der Spots für Lumia aus:


Das haut mich jetzt nicht wirklich vom Hocker.

Ist aber immerhin nicht so sinnfrei wie die Kampagne für Sony Ericssons Xperia Ray.
("Mit unserem Handy kannst du tolle Fotos schießen!". Super. Ist das das einzige Feature an eurem Smartphone, das überzeugt? Dann viel Vergnügen mit der MySpace-Zielgruppe.)