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Freitag, 28. Februar 2014

Querverweis - Alles ist verbunden

Machen wir etwas vernetzte Werbung: Drüben im Kontakter-Blog habe ich ein paar Zeilen zum Internet der Dinge geschrieben. 

"Alles ist verbunden. Das soll keine esoterische Heilsversprechung darstellen, sondern ist für Technologieexperten die nahe Zukunft: Im Internet der Dinge ist perspektivisch alles online, was elektrisch funktioniert. Das Auto, das Haus, selbst die Zahnbürste. Neben neuen Smartphone-Generationen, die sich mit immer mehr Sensorik ein noch genaueres Bild von ihrer Umwelt und ihren Besitzern machen können, sind auf Veranstaltungen wie dem Mobile World Congress Wearables der große Hingucker: Smartwatches, Armbänder, die Puls und andere Werte tracken, Googles Brille Glass. Immer mehr Geräte streben ins Netz. Oder anders ausgedrückt: Immer mehr Hersteller streben danach, Menschen vernetzte Geräte zu verkaufen."

Hier geht's weiter.

Sonntag, 4. November 2012

Miriam Meckel und die magische Glastür - Unsere Faulheit ist schuld, nicht Google

Miriam Meckel, ihres Zeichens geschätzte Kommunikationsmanagement-Professorin, misstraut Google, Facebook & Co. Das stellt keine neue Erkenntnis dar. Bis zu diesem SZ-Artikel wußte ich aber nicht, dass sie auch automatischen Glastüren misstraut.

Denn das ist ihr Eingangs- wie Schlussbild in dem Text, der online "Wo im Internet die Freiheit endet" heißt und in Print "Links. Rechts. Halt. Zurück."


Die tut nichts, die geht nur auf. // Bildquelle: Mannie104, Used under CC-BY-SA.

Anschleichen will sie sich an Glastüren, ohne dass sie sich öffnen. Die Automatik überlisten. Wie eine Buchfigur von Roberto Bolano. Um zu beweisen, dass offene Türen nicht gottgegeben sind und um die Hand auf das trennende Glas zu legen. Den Sieg über die magische Technologie erringen.

Die Tür, die sich ohne unser direktes Zutun öffnet und schließt, ist ihr Bild für ihre Kritik an Google, Facebook und Apple, die uns Nutzern durch ihr Verhalten Freiheit nehmen würden. Denn im Netz gäbe es ja im Urzustand alles für jeden, immer und überall, vor allem viel Grenzenlosigkeit. Das ist ein Mythos und Unfug, aber dazu komme ich später.

Sonntag, 29. April 2012

Festschrift zum Relaunch, garantierte Lesefreiheit trotz LSR: Wie sich Medien im Netz verheddern

Gelegentlich entsteht der Eindruck, klassische Medien verstehen nur Chinesisch, wenn es um das Netz geht. In der Art, dass sie das Internet interpretieren wie das chinesische Zeichen für Krise, das Elemente von "Gefahr" und "Chance" enthält, und nur das Eine oder das Andere sehen.

Zwischen diesen Polen schwankten die bemerkenswertesten Netz-Aktionen klassischer Medien vergangene Woche zumindest deutlich.

Auf der einen Seite das ZDF, das die Art von Enthusiasmus der Öffentlich-Rechtlichen für Digitales zeigte, der den privatwirtschaftlichen Medien oft ein Dorn im Auge ist. Andere Medienkonzerne verschicken eine Pressemitteilung, wenn sie Websites relaunchen. Das ZDF macht eine Festschrift daraus. 14 Seiten inklusive Grußworten des Chefredakteurs und des Leiters der Hauptredaktion Neue Medien.

Quelle: ZDF.de

Wer die Zeit dafür nicht hat: Die Mainzer relaunchen ZDF.de, heute.de und ZDFsport.de. Bilder und Videos werden prominenter. Chefredakteur Peter Frey begründet letzteres mit der Erkenntnis: "Die Menschen verbinden die Marke ZDF mit Information und Unterhaltung in Bewegtbild." An dieser Stelle bitte ein Loriot'sches "Ach was" vorstellen.

Montag, 17. Oktober 2011

Internet-Enquete oder Die Entdeckung der Langsamkeit

Ach ja, die Internet-Enquete.

Die geradezu wahnwitzige Geschwindigkeit, in der dieses Gremium des Bundestags mutig wichtige und richtige Entscheidungen vorantreibt, verdeutlicht folgendes Bonmot:

"Nach langwieriger Debatte beschloss das Gremium mit knapper Koalitionsmehrheit (17 zu 16), entgegen eines Anfang Juli gefassten Beschlusses doch keine Gutachten zu den beiden Themenbereichen Netzneutralität und Urheberrecht zu vergeben. Stattdessen sollen zunächst Entwürfe für mögliche Gutachten eingeholt werden, die der weiteren Arbeit der Projektgruppen zugutekommen sollen."

Mehr hier.

Statt immerhin in Auftrag gegebener Gutachten als Grundlage reden wir also als nächstes über Entwürfe dazu. Anders formuliert: Für die nächsten paar Monate passiert da auch nichts.

Zudem sind sie sich ja alle sicher, dass Netzneutralität wichtig und richtig ist, sehen sie nur weder gefährdet noch wissen sie, wie sie schützen sollen.

Ist schon interessant, dass über Schutzmethoden nachgedacht wird, wenn's doch angeblich gar keine Gefährdung gibt. Mal davon abgesehen, dass die sich aus einigen Ansinnen sehr wohl ableiten lässt.

Bei der Einlassung, Netzneutralität erlaube ja sehr wohl qualitative Unterscheidungen, stellen sich einem schon die Haare auf. Wenn manche Traffic-Art gleicher als andere ist, kann das schnell auf einen sehr rutschigen Pfad führen.