Posts mit dem Label Roboter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Roboter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 21. April 2013

Netzespresso: BlabDroids oder Wie Roboter eine Doku über Menschen drehen

Stellt euch vor, ein putziger kleiner Papproboter rollt auf euch zu und fragt euch mit heller Kinderstimme, ob er euch ein paar Fragen für eine Doku über Mensch-Maschinen-Beziehungen stellen kann. Was würdet ihr tun? Und was würdet ihr tun, wenn euch der kleine Kameramann fragt, was das schlimmste ist, das ihr je getan habt, wen ihr am meisten liebt, was ihr völlig aufgegeben habt? Genau das will BlabDroids mit dem Filmprojekt Robots in Residence herausfinden.


Die Robo-Kameramänner. Bild: Screenshot von Blabdroid.com.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Filmemacher Brent Hoff und dem MIT-Roboterbastler und Künstler Alexander Reben will die erste von Robotern gedrehte Doku der Welt fabrizieren. Dazu schicken sie auf Festivals die Roboter - Cubies genannt - unters Volk, jeder ausgerüstet mit Kamera, Lautsprecher, Sensoren, die feststellen, ob sich vor ihm ein Mensch befindet, und einem Set aufgezeichneter Fragen.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Maschinenethik - Wer entscheidet, wen mein selbstfahrendes Auto überfährt?

Mit den Fortschritten, die Robotik und Automatisierungssysteme machen, zeichnet sich nicht nur perspektivisch ab, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft manches Sci-Fi-Element als Alltag erleben. Es tauchen auch ein paar Fragen auf, die eigentlich sehr alte Debatten fortführen, die wir aber noch nicht wirklich gelöst haben.

Etwa: Wie definieren, modellieren und programmieren wir ethisches Verhalten? Wie verändern und verschieben sich Verantwortlichkeiten durch Automatisierung?

Um es plastischer darzustellen: Wer ist eigentlich schuld, wenn mein selbstfahrendes Auto jemanden überfährt? Ich als Fahrer bin ja eben das nicht mehr, sondern Passagier statt Akteur. Eine Ecke weiter gedacht: Wie entscheidet das Auto in einer Situation, in der - durch äußere Umstände bedingt - auf jeden Fall jemand zu Schaden kommt? Wenn es sich in einem Szenario befindet, in dem eine sichere, niemanden gefährdende Lösung ausgeschlossen ist, etwa weil rechtzeitiges Halten nicht mehr gelingen kann - fährt es dann die Fußgänger vor sich um oder rammt es den entgegenkommenden Laster? 

Rammt es den gern als Klischee bemühten Schulbus voller Kinder oder schanzt es sich samt Fahrer gegen einen Brückenpfeiler?

Bild: Flckr user jurvetson (Steve Jurvetson). Trimmed and retouched with PS9 by Mariordo // Wikimedia Commons.

Was hier abstrakt klingt, ist dank Google & Co. gar nicht so weit weg. Der Suchmaschinenriese testet seine selbstfahrenden Autos schließlich seit einiger Zeit erfolgreich. Um genau zu sein, haben sie schon vor einer ganzen Weile 300.000 unfallfreie Meilen zurückgelegt, besser als der durchschnittliche US-Autofahrer. Natürlich fahren die Autos momentan noch unter Aufsicht, für die jeweiligen Streckenabschnitte wird die Software optimiert und sie sind mit Sensorik unterwegs, die schon allein mehr als ein Mittelklassewagen kostet.

Auf dem langen Weg, den sie noch vor sich haben, bis sie tatsächlich reif für Straßenzulassungen ohne Experiment-Charakter sind, müssen aber neben technischen Dingen in der Tat noch ein paar interessante Fragen geklärt werden. Im Folgenden also ein paar lockere Überlegungen. (Hier geht es mir eher um das Erkennen der Fragen als das Finden von Antworten.)

Donnerstag, 26. April 2012

Planetary Resources: Eric Schmidt & Co. finanzieren Asteroidenbergbau für die Zukunft

Ich weiß nicht mit Sicherheit, ob die Google-Bosse Larry Page und Eric Schmidt früher Asteroids gespielt haben. Was ich aber weiß: Beide zählen zum Investorenkreis von Planetary Resources, einem neu präsentierten Unternehmen, das sich dem privatwirtschaftlichen Weltraumbergbau verschrieben hat. Die Gründer Peter Diamandis und Eric Anderson, via X Prize Foundation und Space Adventures Pioniere bei Konzepten für kommerziellen Raumflug, wollen mit dem neuen Unternehmen binnen zwei Jahren die ersten Teleskope ins All schießen. Das mittelfristige Ziel besteht darin, in erdnahen Asteroiden nach Edelmetallen und Wasser zu schürfen und so Milliarden in die Weltwirtschaft zurück zu pumpen.



Auch wenn die Space Shuttles der NASA ihre letzten Flüge hinter sich haben: Das Weltraumabenteuer geht also weiter. Getrieben von Tech-Milliardären.

Samstag, 24. März 2012

Amazon und sein Zukauf Kiva Systems: Domo Arigato, Mr. Roboto-Lagerist

Vergangene Woche hat Amazon einen interessanten Zukauf getätigt: Für flockige 775 Millionen Dollar gehört jetzt der Warehouse-Automatisierungs-Spezialist Kiva Systems zum Reich von Jeff Bezos.

Hinter diesem sperrigen Begriff verbergen sich im Kern flunderförmige orangefarbene Roboter. Die kleinen Kerle optimieren Lagerhaus-Prozesse in der Form, dass nicht der Lagerarbeiter zwischen den Regalen langmarschiert, um die einzelnen Packaufträge zusammenzustellen, sondern die Regale zu ihm kommen. Genauer gesagt: Zu seiner Station vorgefahren werden.



Das krempelt Warehousing um. In mehr als einer Hinsicht.