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Mittwoch, 23. Mai 2012

"Social Media is about made-up stats" - Vom Spaß mit Zahlen und Infografiken

Jeder kennt sie, nicht jeder schätzt sie: Flotte Erklärvideos, die mit schnittiger Animation, vielen Grafiken und Zahlenspielereien Themen präsentieren, von Social Media über Multichannel-Commerce bis hin zu Anti-ACTA- oder Urheberrechtsclips. Untermalt von schmissiger Retortenmusik stellen sie im schlimmsten Fall die Film gewordene Powerpoint-Präsentation dar.

Den Schwung der positiven Energie und der launigen Darstellung wollen dann einige nicht mit langweiligen Fakten bremsen. Soll heißen: Das präsentierte Zahlenwerk wird handverlesen, zurecht gebogen oder gleich in Handarbeit erstellt (vulgo: erfunden). Quellenangaben fehlen. Bei Social-Media-Themen lässt sich zumindest noch die Web-2.0-Variante der C14-Datierung vornehmen - das Alter des Clips kann man an der genannten Zahl von Facebook-Usern ablesen. 

Zur schlechten Art dieser Clips - denn es gibt auch viele, die sehr gut gemacht sind, das hier wird keine Grundsatzkritik - hat Poke jetzt eine großartige Parodie gemacht: Social Media Revolution.



Ein launiger Clip, der nicht nur wunderschön heiße Luft aus manchen Promotion-Clips lässt, sondern auch einige der Probleme mit dieser Art von Video und Infografiken schön zeigt. 

Sonntag, 29. April 2012

Festschrift zum Relaunch, garantierte Lesefreiheit trotz LSR: Wie sich Medien im Netz verheddern

Gelegentlich entsteht der Eindruck, klassische Medien verstehen nur Chinesisch, wenn es um das Netz geht. In der Art, dass sie das Internet interpretieren wie das chinesische Zeichen für Krise, das Elemente von "Gefahr" und "Chance" enthält, und nur das Eine oder das Andere sehen.

Zwischen diesen Polen schwankten die bemerkenswertesten Netz-Aktionen klassischer Medien vergangene Woche zumindest deutlich.

Auf der einen Seite das ZDF, das die Art von Enthusiasmus der Öffentlich-Rechtlichen für Digitales zeigte, der den privatwirtschaftlichen Medien oft ein Dorn im Auge ist. Andere Medienkonzerne verschicken eine Pressemitteilung, wenn sie Websites relaunchen. Das ZDF macht eine Festschrift daraus. 14 Seiten inklusive Grußworten des Chefredakteurs und des Leiters der Hauptredaktion Neue Medien.

Quelle: ZDF.de

Wer die Zeit dafür nicht hat: Die Mainzer relaunchen ZDF.de, heute.de und ZDFsport.de. Bilder und Videos werden prominenter. Chefredakteur Peter Frey begründet letzteres mit der Erkenntnis: "Die Menschen verbinden die Marke ZDF mit Information und Unterhaltung in Bewegtbild." An dieser Stelle bitte ein Loriot'sches "Ach was" vorstellen.

Montag, 23. April 2012

YouTube, GEMA und die dpa-Parallelwelten: Wenn alle gewinnen und jeder verliert

Am vergangenen Freitag gewährte die dpa (und in der Folge Medien wie etwa Spiegel Online) Einblicke in Parallelwelten. In einer hatte vor Gericht YouTube gegen die GEMA gesiegt, in der anderen nicht. Die Verwirrung im Netz, wo sich etwa auf Twitter User fragten, ob jetzt Welt Online oder Spiegel recht haben, war aber kein Anzeichen für den Zusammenbruch der Mauer zwischen den Universen. Bei uns musste keine Variante der Fringe Division ausrücken, um Löcher zwischen den Dimensionen zu flicken. Bei uns hatte nur die dpa Mist gebaut - und in der Kette auch andere.


Freitag, 17. Februar 2012

Kara Swishers TED-Präsentation MORE

Ich bin endlich mal dazu gekommen, mir Kara Swishers Präsentation MORE anzusehen, die sie auf der TEDxBayArea gehalten hat. Das Thema, über das die Co-Executive Editor von AllThingsD spricht, ist ihr Schlaganfall.

Wie sie ihn erlebt hat, was er für sie bedeutet und vor allem, wie sehr ihr Leute auf den Keks gehen, die ihr sagen, sie müsse jetzt langsamer machen und weniger tun.
Das Ganze gerade mal 30 Tage nach dem Schlaganfall in so selbstironischer, unterhaltsamer und klar geschnittener Form, dass ich nur sagen kann: Beeindruckend.



Was für MORE und Swisher gilt.

Montag, 31. Oktober 2011

Microsofts Blick in die Zukunft: Büro-Getatsche in 3D

Das Microsoft-Office-Team denkt mal wieder eine Ecke weiter: So sieht für sie die Zukunft der Produktivität aus.

Schön gemacht und durchaus das Anschauen wert - auch wenn der Fokus bei Productivity Future Vision arg auf Touchscreen und 3D als Augmented Reality bleibt.
Ich denke schon, dass uns auch noch ein paar andere Dinge einfallen werden, auch weil das gezeigte jetzt nicht immer den Gipfel des Praktikablen darstellt.

Darum geht's in solchen Videos aber auch nicht, sondern um das Herumspielen mit und Freisetzen von Ideen.