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Montag, 28. Oktober 2013

Netzespresso: Spielen für weniger Abgelenktheit

Es blinkt, es fiept, es push-notified. Zu den fünf Mails, die in diesem Satz vermutlich schon wieder angekommen sind, kommt ein Dutzend Dinge in zwei Dutzend Browser-Tabs und was sonst noch alles. Wie soll man sich da nur konzentrieren? 

Mit Spielen.

Zumindest für die ältere Zielgruppe (und wir reden hier nicht von Gamer-alt, das wäre ich, sondern von Personen ab 60) scheint das zu funktionieren, wie eine in Nature veröffentlichte Studie zeigt. Ironischerweise ist es dem Team um Adam Gazzaley dabei ausgerechnet mit einem Computerspiel gelungen, das Multitasking, die Konzentrationsfähigkeit und die kognitive Kontrolle zu verbessern. Also mit der Art von Produkt, von der Kritiker gern das Gegenteil behaupten ("Die Kids zocken viel zu viel...").

Probanden der Neuroracer-Studie. Screenshot des Nature-Videos.


Freitag, 16. November 2012

Googles AR-Projekt Ingress - Die ganze Welt ist ein Spiel

Google geht jetzt auch unter die Anbieter von Mobile Games. Und nach dem ersten Eindruck ist Ingress  mehr als nur ein kleines Spielchen. Denn was die hauseigenen Niantic Labs da gezaubert haben, will ein weltumspannendes AR-Game werden - hier für Alternate Reality, auch wenn Augmented Reality Teil des Ganzen ist. Der Globus als Spielball für zwei Fraktionen, die in der physischen Welt an bestimmten Orten mit dem Smartphone Missionen zu erfüllen haben. Eine fiktive Spielwelt, die der realen virtuell übergestülpt wird. 

So sieht der Trailer dazu aus:


In der Praxis bedeutet dass: Grundlage von Ingress ist eine Storyline, der zufolge transdimensionale Intelligenzen (schaut mich nicht so an, das ist Niantics Wortwahl, nicht meine) die Erde mit extraterrestrischer Energie fluten und an bestimmten Stellen Portalschnittstellen schaffen wollen. Spieler sind entweder dafür, den sogenannten Shapern dabei zu helfen oder sie aufzuhalten - spielen vulgo entweder aufseiten der Enlightened oder der Resistance.

Montag, 25. Juni 2012

Perspective: Warum es manchmal einen anderen Blickwinkel braucht, um nicht gegen Wände zu laufen

Starten wir mal etwas spielerisch in die Woche, um den richtigen Blickwinkel zu finden: Ein Studententeam am DigiPen Institute of Technology bastelt an einem sehr interessant aussehenden Computerspiel. Perspective lautet der passende Name des Titels, der 2-D-Plattformer (der klassische Super-Mario-Ansatz) mit einer 3D-Umgebung kombiniert (Projektseite hier). Die Spielfigur bewegt sich dabei in einer zweidimensionalen Welt und nimmt nur die blauen Laufwege beziehungsweise orangefarbenen Hindernisse wahr. Der Spieler sieht mehr, bewegt sich (im Wesentlichen die Kamera) in einem dreidimensionalen Raum. Seine Aufgabe: Den Blickwinkel in diesem Raum so ausrichten, dass der zweidimensionale Kerl weiter kommt. Spielfortschritt durch Perspektivwechsel.

Das sieht durchaus spannend aus, auch wenn das Leveldesign eine trickreiche Angelegenheit wird:



Spannend und mental sicher nicht ganz ohne. Gleichzeitig aber gute Mahnung und vielleicht auch gutes Training. Denn als Problemlösungsstrategie wird der Perspektivwechsel gern vernachlässigt. Dabei braucht es oft genug wie im Spiel genau den, um nicht gegen Wände oder ins Verderben zu laufen, um tatsächlich weiterzukommen.